Jahresthema 2017 - »Wasser im Oderbruch«

 

Ausschreibung - Projektmitarbeit Denkmaltopografie Kulturerbe Oderbruch

„TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“

TRAFO steht für Transformation: TRAFO unterstützt Kultureinrichtungen außerhalb von Metropolen dabei, sich weiter zu entwickeln und zukunftsfähig zu werden.  Das Programm TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, fördert in den Jahren 2016 bis 2020 sechs TRAFO-Projekte in deutschlandweit vier Modellregionen: im Oderbruch, in Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb. Die dort bestehenden Theater und Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen zeigen, welche Potenziale in der Veränderung liegen. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort werden Antworten gesucht, wie ein attraktives Kulturangebot im ländlichen Raum in Zukunft aussehen und organisiert werden kann.

Hintergrund
Viele ländliche Regionen haben mit folgenreichen Veränderungen zu kämpfen: Der Strukturwandel in Industrie und Wirtschaft lässt Arbeitsplätze wegbrechen, in kleineren Städten und im ländlichen Raum gibt es immer weniger Bewohner mit einem immer höheren Durchschnittsalter. Die Steuereinnahmen sinken. Kultureinrichtungen wie Theater, Bibliotheken, Museen stehen bei Sparzwängen häufig zuerst zur Disposition, weil sie zu den freiwilligen Aufgaben der Gemeinden gehören. Ihr Wert für das Zusammenleben in den Regionen wird oft als nachrangig betrachtet, obwohl gerade sie zur Stabilisierung von Identität und Gemeinschaftsbildung wesentlich beitragen können.

Während sich die Kulturinstitutionen in den Großstädten seit einigen Jahren mit den Veränderungen der Stadtgesellschaft beschäftigen, stehen die Einrichtungen in kleineren Städten und im ländlichen Raum vor der grundsätzlichen Frage: Was können wir unseren Bürgern überhaupt noch anbieten? Und was brauchen die Menschen, die hier leben? Auch sind die Bedingungen für die Kulturproduktion abseits der Metropolen grundlegend anders. Die regionalen Kulturinstitutionen müssen sich an ein breiteres Publikum wenden und verfügen in der Regel über deutlich knappere Budgets.

Die Initiative
Im Rahmen des Programms „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ werden in den ausgewählten Modellregionen in enger Kooperation mit den beteiligten Partnern vor Ort Konzepte für eine Transformation bestehender Kultureinrichtungen entwickelt. Dabei geht es nicht allein darum, möglichst viele dieser Einrichtungen zu bewahren, sondern vielmehr nach ihrer veränderten Rolle zu fragen: Wen wollen wir erreichen? Wie soll ein attraktives Kulturangebot für die Region in Zukunft aussehen? Wie kann es anders organisiert werden? Mit partizipativen und kooperativen Ansätzen werden Modelle entwickelt, wie Kultureinrichtungen in kleinen Städten zu zeitgemäßen, spannenden Lern- und Kulturorten werden. Neben der Umsetzung der konkreten TRAFO-Projekte geht es im TRAFO-Programm wesentlich darum, die in den in den Modellregionen gemachten Erfahrungen weiterzugeben und eine weiterführende Debatte anzustoßen. Wie erfindet sich eine Institution neu? Wie gelingt die Bürgerorientierung? Wie können sich kommunale Angebote ergänzen, und welche Allianzen können gebildet werden zwischen Kultur, Politik und Verwaltung zugunsten attraktiver Kulturinstitutionen?

Um die Erfahrungen aus den Modellregionen bundesweit zu vermitteln, wird es die „TRAFO-Akademie“ geben. Ziele der Akademie ist es, zum einen die Erfahrungen aus den vier Modellregionen zu bündeln und zu vermitteln, zum anderen den Erfahrungsaustausch zu fördern und ein Netzwerk aufzubauen.

Kontakt
TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes
Projekteure bakvgUG
Prinzessinnenstraße 1
10969 Berlin
Telefon 030 / 546 10 369
info@trafo-programm.de