Jahresthema 2017 - »Wasser im Oderbruch«

 

Kulturorte 

 

Konzerthalle in Sankt Georg, Bad Freienwalde

Die 1698 erbaute Fachwerkkirche Sankt Georg blickt auf eine wechselvolle Geschichte zwischen Gotteshaus, Scheune und Konzertraum zurück. In einer umfassenden Rekonstruktion in den 1980er Jahren erstand das hübsche Fachwerkgebäude in alter Schönheit und wurde am 14. November 1986 als Konzert - und Ausstellungshalle der Öffentlichkeit übergeben. Im Juni 1988 fand die feierliche Weihe der vom Frankfurter Orgelbau "Sauer" geschaffenen Konzertorgel statt. Ein Augenmerk im Vorgarten ist der Tröpfelbrunnen des Bildhauers Horst Engelhardt. Der Oberbarnimer Kulturverein e.V. veranstaltet regemäßig Lesungen, Konzerte und Ausstellungen.
Ort: Georgenkirchstraße,  16259 Bad Freienwalde
Telefon: 0 33 44 - 33 23 70
www.konzerthalle-bad-freienwalde.de

 

Oderland-Museum

Das Oderlandmuseum gehört zu den ältesten Museen des Landes Brandenburg (gegr. 1889).
In der Ausstellung erfahren Sie einiges über die Besiedlungsgeschichte des Oderbruchs, dessen Trockenlegung im 18. Jahrhundert das Landschaftsbild wesentlich veränderte. Außerdem wird die Geschichte von Bad Freienwalde als ältestem Kur- und Badeort der Mark Brandenburg gezeigt. Das Oderlandmuseum beherbergt eine Präsenzbibliothek und ein Archiv mit Schrift- und Bildquellen zur Regionalgeschichte des Oderlandes.
Ort: Uchtenhagenstraße 2, 16259 Bad Freienwalde (Oder)
Telefon: 0 33 44 - 2056
www.oderlandmuseum.de

 

Museum Altranft. Werkstatt für ländliche Kultur

Das Museum Altranft ist eine Werkstatt für ländliche Kultur. In der kulturellen Bildung, durch die Kooperation mit Heimatstuben und Künstlern, mit Theaterstücken, Festen und Salons widmet es sich den Herausforderungen des Landlebens im Oderbruch - früher, heute und morgen. Verfolgen Sie diese Arbeit in den sich ständig entwickelnden Ausstellungen im Schloss Altranft und bei den zahlreichen Veranstaltungen zu den Jahresthemen, erleben Sie, wie das Kulturerbe Oderbruch nach und nach Gestalt annimmt und besuchen Sie die das Café, den Museumsladen, den Schlosspark und die anderen Standorte des Museums im Dorf wie unseren Berg-Schmidt-Hof und das Fischerhaus!
Ort: Am Anger 27, 16259 Bad Freienwalde OT Altranft
Telefon: 0 33 44 - 33 39 11
museum-altranft.de

 

Schloss Neuenhagen

Das Schloss Neuenhagen entstand im Jahre 1575 an der Stelle einer älteren Burg und repräsentiert eine Übergangsform zum schlossartigen Herrenhaus. Feudale Gewölbe von schlichter Eleganz und eine Schlosskapelle, verziert mit seltenen Stuckapplikationen der Spätrenaissance, laden zu einer historischen Entdeckungsreise. Schloss Neuenhagen ist ein pulsierender Ort der Lebensfreude und Begegnung, des Gespräches, des Mit- und Füreinander. Es bietet wechselnde Kunstaustellungen für Malerei, Fotographie und Objekt sowie ein vielfältiges kulturelles Programm.
Ort: Schloss Neuenhagen, Freienwalder Straße 12, 16259 Bad Freienwalde / OT Neuenhagen
Info: Christina Bohin & Andreas Unterberger
Telefon: 0 33 369 -775 671
www.schloss-neuenhagen.de

 

Historischer Ringofen in der Ziegelei Altglietzen

Auf dem GOLEM-Gelände in Altglietzen befindet sich ein historischer Ringofen. Entwickelt wurde die geniale Brenntechnik vom Ingenieur Friedrich E. Hoffmann, 1858 patentiert und 1867 preisgekrönt mit dem 'Grand Prix' der Weltausstellung in Paris.
Durch ein ausgeklügeltes Kammersystem, das eine kontinuierliche Beschickung und Befeuerung ermöglichte, konnte die ständig wachsende Nachfrage von Baumaterial bedient werden. Die spezielle Brennatmosphäre des Kohlebrandes verlieh den Ziegeln und Klinkern ihre typische, farblich vielfältige Oberfläche.
Ort: Historischer Ringofen Altglietzen, OT Altglietzen, Chausseestraße 60, 16259 Bad Freienwalde
Telefon: 0 33 369 - 75 243
www.golem-baukeramik.de

 

Neulietzegöricke – Kolonistendorf mit Kirche und Gasthaus

Neulietzegöricke gilt als das erste, bereits im Jahr 1753 gegründete Kolonistendorf im Oderbruch und wurde im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs durch Friedrich den Großen als langgestrecktes Straßendorf angelegt. Zwischen den beiden Häuserreihen, mitten im Dorf, wurden später der Gasthof und das inzwischen als Gemeindehaus dienende Schulhaus errichtet und die Kirche als spätklassizistischer, rechteckiger Saalbau mit quadratischem Westturm erbaut. Neulietzegöricke mit seinen vielen restaurierten Fachwerkhäusern steht heute dank seiner 13 Einzeldenkmale als Ensemble unter Denkmalschutz. Der Gasthof „Zum feuchten Willi“ erhielt seinen Namen 1980, als er zum Filmobjekt bei den Dreharbeiten zu „Salz und Brot und gute Laune“ wurde.
Ort: Neulietzegöricke, 16259 Neulewin
Info Horst Wilke
Telefon: 0 33 457 - 54 22
www.neulietzegoericke.de

 

Theater am Rand

Seit 1998 veranstaltet das Theater am Rand Theatervorstellungen, Konzerte, Lesungen und Randthemen. Tobias Morgenstern und Thomas Rühmann, die künstlerischen Leiter des inzwischen 200-Plätze-Hauses sind regelmäßig an 2 Wochenenden im Monat mit ihren Repertoirestücken zu erleben. Nadolnys John  Franklin entdeckt die Langsamkeit. Proulx‘ Grünes Akkordeon spielt sich durch die Zeiten. Bariccos Hervè Joncour reist der japanischen Seide nach. Und Ace Crouch zieht mitten in Amerika sein Ass aus dem Ärmel.
Flankiert wird das Theater von einem Restaurant, der Randwirtschaft.
Ort: Theater am Rand, Zollbrücke 16, 16259 Oderaue
Telefon: 0 33 457 - 665 21
www.theateramrand.de

 

Ausstellung und Gedenkstätte Albrecht Daniel Thaer

In Möglin ist seit 2009 in einem modernen Pavillon eine Dauerausstellung dem Leben und Wirken des Lehrers, Staatsmannes und Agrarwissenschaftlers Albrecht Daniel Thaer (1752-1828) gewidmet. Im Jahre 1804 übersiedelte Albrecht Daniel Thaer auf Betreiben des preußischen Staates nach Möglin und eröffnete dort die Erste Akademische Lehranstalt des Landbaus in Deutschland. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das 400 Jahre alte Herrenhaus mit der Grabstätte Thaers im Gutspark.
Ort: Hauptstr. 10, 15345 Reichenow-Möglin OT Möglin
Telefon: 0 33 456 - 35 164
www.albrecht-daniel-thaer.org

 

Feldsteinkirchen Steinbeck und Wollenberg

Mit großem Einsatz engagieren sich in den benachbarten Orten Steinbeck und Wollenberg Fördervereine für den Erhalt der Feldsteinkirchen, die beide in der Liste der Baudenkmale in Brandenburg verzeichnet sind. Fördermittel werden eingeworben und mit Benefizkonzerten Spenden gesammelt. In Steinbecker Kirche ist die Dauerausstellung „Wir von hier“ zu sehen, die die Bewohner des Dorfes und des Höhenlandes portraitiert. Aktionen wie „Kunst auf dem Weg“ rücken die Kirchen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Mit traditionellen Festen sorgen beide Gemeinden für eine Belebung der Dorfgemeinschaft.
Ort: Steinbeck und Wollenberg, 16259 Höhenland,
www.feldsteinkirche-wollenberg.de

 

Wriezen - Rathaus (Denkmal)

Das Wriezener Rathaus wurde ursprünglich als Garnisonslazarett errichtet und genutzt. Nach Aufhebung der Garnison 1879 erfolgte ein Erweiterungsbau zur Provinzial-Taubstummenanstalt, die am 18. Oktober 1880 eröffnet und am 18. August 1881 zu Ehren des Kaiserpaares offiziell als „Wilhelm-Augusta-Stift“ eingeweiht wurde. 1934 wurde die Taubstummenanstalt verlegt und in das Gebäude zog eine Panzerschule des Heeres. 1945 bis 1947 diente das Gebäude als Typhuskrankenhaus und Station zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten. Das Gebäude dient heute als Rathaus und wurde 2005/2006 umfangreich denkmalgerecht saniert.

Wriezen - St.-Marien-Kirche

Die St.-Marien-Kirche zu Wriezen entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zunächst als Feldsteinkirche ohne Turm, geweiht dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kaufleute, Schiffer, Fischer, Flößer und
Fuhrleute. Vorwiegend in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgte ein Aus- und Erweiterungsbau zu einer Basilika, dem in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts der nochmalige Erweiterungsbau zu einer Hallenkirche folgte. Etwa ab 1540 wird sie als Marienkirche erwähnt. Nach sehr wechselvoller Geschichte der „Kathedrale des Oderbruchs“ brannte diese infolge Kriegseinwirkungen vollständig ab. Eine eindrucksvolle geschichtliche Darstellung findet man in der Broschüre „Zur Geschichte der Marienkirche in Wriezen“ von Klaus Frank, herausgegeben vom Förderverein Marienkirche Wriezen  e.V. und in einer ständigen Ausstellung im Turm der Kirche.