Handwerk

Das Oderbruch Museum Altranft hat viele Handwerkzeuge aus alten Gewerken in seiner Sammlung. Egal in welcher Werkstatt sie benutzt worden sind, ob in der Dorfschmiede, beim Stellmacher, Tischler oder Schuster, sie erzählen von vergangenen Zeiten. Mit dem heutigen Handwerk haben sie kaum mehr zu tun; moderne Werkzeuge, computergestützte Technologien, neue Materialien und Produkte bestimmen die handwerkliche Produktion. Bestand hat, was handwerkliches Arbeiten auszeichnet: Erfindungsreichtum, Experimentierfreude, technische Meisterschaft, Improvisationsvermögen, Gestaltungskraft und Traditionsbewusstsein.

Der Oderbruch Ringmarkt am Pfingstsonntag ist unser Veranstaltungsformat, in dem wir das gegenwärtige Handwerk im Oderbruch feiern und präsentieren. Er ist eine besondere Handwerksmesse: Um die Vielfalt, das Können, die Fantasie, den Ideenreichtum und die Experimentierfreude des Handwerks in dem Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken, bitten wir Handwerkerinnen und Handwerker unterschiedlicher Gewerke, einen Ring zu produzieren und zu präsentieren. Die Grenzen zum Kunsthandwerk halten wir dabei bewusst offen. Die Konzentration auf den Ring ermöglicht es den Gästen, viele unterschiedliche Materialien, Bearbeitungswege und Produkte sowie die Vielfalt handwerklichen Könnens kennenzulernen. Der Ring steht für Verbundenheit, ist ein praktisches Utensil, aber auch ein dekoratives Element, und nicht zuletzt steht er für das O wie Oderbruch.

2017 fand der erste Oderbruch Ringmarkt auf dem Berg-Schmidt-Hof in Altranft statt. Die Dokumentation gibt einen Einblick in dieses Veranstaltungsformat.

<<< 1. Oderbruch Ringmarkt - Dokumentation 2017

 

Entwickelt wurde die Idee für den Oderbruch Ringmarkt im Ergebnis des Workshops BAUKASTEN ODERBRUCH - Handwerk trifft Design im September 2016. Christian Masche, Drechsler und Kunsthandwerker aus Ortwig, Sven Ahlhelm, Tischler und Gestalter im Handwerk aus Trampe und
Stefanie Silbermann, Produktdesignerin an der Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden der Universität Kassel haben damals für das Drechselhandwerk experimentelle Material- und Verfahrensuntersuchungen mit drechseluntypischen aber oderbruchtypischen Materialien durchgeführt und die Ergebnisse im Oderbruch Museum präsentiert und dokumentiert. 

<<< Baukasten Oderbruch - Dokumentation 2016